Anonym

In the Future No One Will Be Famous

Ausstellungskatalog, hrsg. von Anonymus und Max Hollein
Texte (dt./eng.) von Anonymus, Stephan Heidenreich, April Lamm, Eckhart Nickel und anderen sowie ein Interview mit Hans Ulrich Obrist
160 S. mit 40 Abbildungen in Duotone
Format 16,5 x 12,5 cm, Leinen mit Prägung auf dem Titel, Rücken sowie Rückseite, Gewebeaufkleber auf dem Cover

ISBN 978-3-936859-51-5

24,80 €

In the Future No One Will Be Famous

Was geschieht eigentlich, wenn bei einer Ausstellung keiner der teilnehmenden Künstler genannt wird. Was geschieht, wenn dann auch noch der Kurator beziehungsweise die Kuratorin anonym bleibt? Wenn dann also die Kunstwerke selbst die Autorenschaft als Frage aufwerfen, gänzlich verweigern oder sich gar noch davon befreien? Das vorliegende Lesebuch zu einer kleinen Show in der Frankfurter Schirn führt in die verführerische Welt des Anonymen. Wer sich erst einmal darauf eingelassen hat, der sieht die Welt in völlig neuem Licht.
Die Urheber der Ausstellung und des Buches behaupten: »Anonyme Ausstellungen sind absolut notwendig, damit die Kunst jenen Weg einschlagen kann, den ihr einige nicht materialistisch eingestellte Vorgänger geebnet haben, damit Idee vor Form gehen kann. Natürlich ist der kritische, wache Geist dafür unerläßlich.« Eine anonyme Kunst birgt zudem unendliche Möglichkeit, sie drängt auf einen Streifzug durch den dunklen Park, läßt jede freie Wahl, nicht nur bei der Bekleidung. In Zukunft, so das Credo, wird niemand mehr berühmt sein. Wer immer Anspruch auf die Urheberschaft erhebt, er wird nicht mehr Urheber sein. Der Kurator ist: Anonym.
Schon im Vorfeld hat diese Ausstellung für Wirbel gesorgt, nicht wenige vermuten hinter ihrer Urheberschaft ein regelrechtes Komplott, gegen die Institutionen, den Markt, finanzielle Interessen auch der Künstler.
Das Buch im Stil eines Sammlerobjekts führt ein in die Recherche zum Thema »Anonym« und dokumentiert einige der Möglichkeiten von »Anonym«, es wird damit zum unverzichtbaren Bestandteil einer zukünftigen »Bewegung«.

Ausstellung:
Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main, 01/11/06–14/01/07