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Der brasilianische Künstler Roberto Burle Marx (1909–1994) revolutionierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Landschaftsarchitektur, indem er Gestaltungsprinzipien aus Malerei und Musik auf die Natur übertrug. Zudem rückte er gesellschaftliche und ökologische Fragen in den Vordergrund. Ausstellung und Buch geben einem breiten Publikum Einblick in den interdisziplinären künstlerischen Kosmos von Roberto Burle Marx. Seine künstlerische Haltung, die sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes Lebens-Werk zieht, dient als verbindendes Element und bringt den Betrachter- und Leser*innen das vielseitige Werk und natürlich die schillernde Persönlichkeit von Roberto Burle Marx näher. Dabei führen 15 Fallstudien von Landschafts- und Gartenprojekten in sein innovatives Werk ein. Sie zeigen auf, welche Bedeutung die vielfältige einheimische Flora Brasiliens für die Gestaltung von Landschaftsgärten hat, und wie diese natürliche Schönheit reflektiert wird und zugleich modernistische Ideen aufgegriffen werden. Roberto Burle Marx strebte danach, mit seinen Projekten und seiner Arbeit das Leben der Menschen im öffentlichen Raum nachhaltig zu verbessern und förderte gezielt soziales und ökologisches Engagement. Ausstellung und Buch stellen darüber hinaus seine Gemälde, Arbeiten auf Papier, Skulpturen und Designobjekte vor, zudem widmet sich ein Kapitel seiner privaten Sammlung mit folkloristischen und religiösen Objekten.
Ausstellungen:
Zentrum Paul Klee, Bern, 16/10/2026 – 7/2/2027
Fundacíon Juan March, Madrid, 5/3– 13/6/2027