Florian Slotawa: Stuttgart sichten. Skulpturen der Staatsgalerie Stuttgart

Kat. Deichtorhallen Hamburg

Ausstellungskatalog, hrsg. von Dirk Luckow
Texte (dt./eng.) von Christofer Conrad, Julia Moritz sowie ein Interview von Dirk Luckow mit Florian Slotawa
152 S. mit 170 farbigen Abbildungen
Format 32,5 x 23,5 cm, Softcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86442-275-1
 

39,80 €

Wie lässt sich Stuttgart sichten?

Kaum ein Künstler versteht so feinsinnig mit dem Thema Kunstsammlungen umzugehen wie Florian Slotawa (*1972 in Rosenheim), der in München und Hamburg studierte; 2009 hat er u.a. im P.S.1 MoMA New York, 2012 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck (Katalog bei Snoeck) oder 2014 im Hamburger Bahnhof ausgestellt. Seit 30 Jahren verfolgt der in Berlin lebende Künstler mit seiner bildhauerischen Arbeit performative Strategien. Nun zeigen die Deichtorhallen Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart sein skulpturales Gesamtkunstwerk STUTTGART SICHTEN. Florian Slotawa realisiert hier mit Skulpturen als künstlerischem Material u.a. von Auguste Rodin, Aristide Maillol, Alexander Archipenko, Julio Gonzales, Henry Moore, Richard Serra oder Walter de Maria – um nur einige wenige zu nennen – in einer Gesamtinszenierung zugleich einen epochalen Überblick zur Entwicklung der Skulptur. Dafür hat er die Möglichkeit bekommen, Werke aus der Skulpturensammlung der Staatsgalerie Stuttgart auszuwählen, um diese in der 3.000 qm großen Deichtorhalle völlig neu zur Geltung zu bringen. So steht hinter dem Ausstellungsprojekt STUTTGART SICHTEN denn auch die hochaktuelle Frage, wie Museen heutzutage mit ihren Sammlungsbeständen umgehen, wie sie diese innovativ präsentieren, wie aber auch der Spagat zwischen klassischer Kunstvermittlung und zeitgemäßer, eine die Neugier der Besucher weckende Präsentationsform gelingen kann. Florian Slotawa geht dafür ungewöhnliche Wege, er entwickelt verschiedene Perspektiven, wie er die Skulpturen für sich gelten lässt, sie nach bestimmten Ordnungen sortiert, sie mit Alltagsgegenständen kombiniert oder beispielsweise auch »nachbaut«. So wird ein anderer Blick auf die Kunst möglich und kommt es am Ende zu der Frage: Was ist heute Skulptur? Der hierzu erscheinende Band ist ein grafisch äußerst gelungener, mit dem Künstler gemeinsam entwickelter Einblick in dieses beachtenswerte Experiment.

Ausstellung
Deichtorhallen Hamburg, 26/10/2018 – 20/1/2019