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Kat. Haus am Lützowplatz Berlin, hrsg. von Max Dax, Marc Wellmann
Texte (eng.) von Udo Kittelmann, Marc Wellmann, Gespräch mit dem Künstler von Max Dax
304 S. mit 210 Abb. in Duotone und 20 farb. Abb.
Format 28 x 24 cm, hardcover
Wenn wir eines der Aquarelle von Radenko Milak (*1980 Travnik bei Banja Luka) zum ersten Mal sehen, meinen wir, es zu »erkennen«, denn es gibt stets ein Vorher und ein Nachher, wie in einer Filmschleife, und das ist eine einzigartige Qualität dieses Werks, schreibt Udo Kittelmann in seinem Beitrag. Vor einem Bild von Radenko Milak, glauben wir, einen Ausschnitt von etwas Größerem zu sehen, einem größeren Ganzen, von der Welt, dem Universum, so wie eine Fotografie immer ein Ausschnitt eines theoretisch endlosen Bildes ist. Dazu kommt, dass fast jedes seiner Motive auf ein Bild zurückgreift, das wir bereits kennen, weil wir es schon gesehen und gespeichert haben. Viele Faktoren spielen daher in seiner Arbeit eine Rolle, der Wechsel des Mediums, von der Fotografie zum Aquarell, die Frage nach Original und Reproduktion, die Wahl der Sujets, die Art und Weise, wie seine Bilder unser eigenes und das kollektive Unterbewusstsein ansprechen, denn unser Gedächtnis ist nicht nur durch Sprache, sondern vor allem durch Bilder bestimmt. Es ist diese kongeniale Beherrschung des Mediums, die Illusion die bei der Betrachtung von Fotografien entsteht, vor allem aber die Erfahrung, Zeuge eines Medienwechsels zu werden. Das ursprüngliche Foto wird zum Aquarell, welches vom menschlichen Auge zunächst als Fotografie und erst im Fortgang als Gemälde wahrgenommen wird. Wir wollen seine Entstehung greifen, selbst sehen, und treten stets so nah heran, dass wir direkt davor sind: vor Strich, Geste, Abstraktion, Handwerk. Im Lauf der Jahre hat Radenko Milak verschiedene Serien entwickelt: Architektur- und Stadtansichten, Technologien der Zukunft, Schlüsselmomente der Musikgeschichte, des Feminismus, der Überwachung, von Big Data, Einsamkeit und Isolation während der Corona-Pandemie, Film-Stills. Diese Aquarellserien treibt Radenko Milak asymmetrisch seit 20 Jahren voran und durch den Einsatz der immer gleichen schwarzen Tinte auf weißem Papier entwickeln die Bilder eine serielle Gestalt, die ihnen etwas absolut Zeitloses verleiht.
Exhibition:
Haus am Lützowplatz, Berlin, 16/1 – 8/3/2026
Künstlergespräch und Buchpräsentation: 27/2/2026, 19 Uhr
Gespräch mit Udo Kittelmann: 6/3/2026, 19 Uhr

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