Benjamin KatzEntdeckungen – Discoveries – Découvertes

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  • 2021
  • 172 Seiten
  • 30 × 20 cm
  • 200 Abbildungen in Duplex
  • Halbleinen
  • ISBN: 978-3-86442-350-5
  • Ausgabe: Deutsch, Englisch, Französisch
  • Institution: Marta Herford
  • Herausgegeben von: Marta Herford
  • Texte von: Roland Nachtigäller, Éric Darragon
  • Gestaltung: Jenna Gesse, Hamburg

Berühmt geworden ist Benjamin Katz, 1939 als Sohn deutscher Juden in Antwerpen geboren, mit ­seinen eindringlichen Künstlerporträts von Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Josef Beuys, James Lee Byars, Sigmar Polke oder Gerhard Richter. Keine Ausstellung der sogenannten deutschen Malerfürsten – Benjamin Katz ist ihnen zum Teil seit ­Jahren verbunden – kommt ohne seine sub­tilen Porträts aus. Doch sein Archiv mit über einer halben Million Negativen aus mehr als 60 Jahren fotografischer Arbeit birgt noch viel Überraschendes: neben konzeptuellen Fotoreihen insbesondere auch Alltagsbeobachtungen – Landschaften, Ansichten mit Spuren des industriellen Niedergangs, Architekturdetails, Fundstücke alltäglicher Poesie oder auch momenthaft Absurdes. In den Bildern stecken viele unerzählte Geschichten, werden ganz unterschied­liche Assoziationen aufgerufen, kommt stets der hintergründige Witz des Künstlers zum Vorschein. Die Einflüsse früher ­Vorbilder, sei es Brassaï, Rodtschenko oder auch Cartier-Bresson, scheinen immer wieder auf, doch sind die Bilder von Ben­jamin Katz vor allem Narrative ohne Worte, dem Humor als Lebensweisheit und den beredten Auslassungen in einfachen ­Geschichten ver­bunden. Nur mit Bewunderung lassen sich die Resultate dieses Schaffens ver­folgen, das im ­konzentrierten Hinsehen eher ­beiläufige Momente des Lebens mit brillanter Schärfe beleuchtet.

Ausstellung:
Marta Herford, 13/6 – 3/10/21