Caroline von GroneLIVE Übertragung

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  • 2024
  • 320 Seiten
  • 27,5 × 20 cm
  • 265 farbige Abbildungen
  • Hardcover mit zweifarbiger Prägung
  • ISBN: 978-3-86442-427-4
  • Ausgabe: Deutsch, Englisch
  • Institution: Galerie der Stadt Backnang
  • Herausgegeben von: Martin Schick
  • Texte von: Ina Jessen, Omar Kholeif, Wolfgang Ullrich sowie ein Interview mit der Künsterlin von Bettina Steinbrügge
  • Gestaltung: Kühle und Mozer, Kölnle

»Wenn ich durchs Museum gehe, kann ich sagen, welches Bild nach Modell entstanden ist und welches nicht!« ­– Caroline von Grone hat einen scharfen und unbestechlichen Blick für Situationen und Porträts. 1991 war sie ­Meisterschülerin bei Klaus Rinke an der Kunst­akademie Düsseldorf und hatte sich, ganz un­typisch für jene Zeit, auf das Porträtmalen ­verlegt, entweder mit Modellen, die sie etwa in ­U-Bahnhöfen angesprochen hatte, oder mit Personen, die ein Porträt bei ihr be­stellt hatten. Es ist eine ihrer Stärken, dass sie ­Beobachtungen »nicht erfindet«. Das geht mit einer Sehschärfe einher, die den ­BetrachterInnen einen ­großen Genuss beschert. Denn die Bilder offerieren ein ums andere Mal auch das Bild im Bild, etwa abstrakt aufgefasste Kachelwände, ­Bodenfliesen oder die Interieurs öffentlicher Orte wie ­Telefonzellen oder Fahrkartenautomaten. Immer wieder hat sie auch Häuser ­gemalt, etwa Häuser einer norddeutschen Siedlung, bevor sie dann abge­rissen wurden. Gerade auch solche finalen Zustände haben sie interessiert – eine Art Gegenpol zur Fotografie etwa der Bechers. Immer Teil ihrer Praxis war für Caroline von Grone das Malen in der Öffentlichkeit, denn sonsten bekäme sie »die still­lebenhafte Präsenz in das Bild nicht rein, wenn ich das nach einem Foto versuchen würde«.

Ausstellung:
Galerie der Stadt Backnang, 13/5 – 13/8/2023