Daniel Spoerri: I liebe Widersprüche / I like contradictions

39,90 

inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten

Kat. Sammlung Falckenberg / Deichtorhallen Hamburg
hrsg. von Dirk Luckow und Goesta Diercks
Texte (dt./eng.) von Beatrice von Bismarck, Belinda Grace Gardener, Barbara Räderscheidt, Vorwort von Dirk Luckow
192 S. mit 100 farb. und 10 s/w, zumeist ganz- oder doppelseitigen Abb.
Format 24 x 18 cm, Softcover

ISBN 978-3-86442-477-9 Kategorien ,

Über dieses Buch

Raus aus den Bildern, rein ins Leben

Die Ausstellung »Ich liebe Widersprüche« in der Sammlung Falckenberg eröffnet einen neuen Blick auf das Werk Daniel Spoerris (1930–2024) und die ungebrochene Relevanz seines künstlerischen Denkens. Nach seiner ersten Karriere als klassischer Tänzer gründete Spoerri 1960 in Paris zusammen mit Yves Klein, Jean Tinguely, Niki de Saint-Phalle und anderen befreundeten Künstler*innen die Gruppe der Nouveaux Réalistes und entwickelte sich zu einem prägenden Vertreter der Objektkunst. In Abgrenzung zur abstrakten Kunst und anknüpfend an die Readymades und den Neo-Dada der 1960er-Jahre schuf Spoerri mit seinen »Fallenbildern« eine eigene Kunstgattung und begründete in den 1970er-Jahren die Eat Art. Im Dialog mit Werken aus der Sammlung Falckenberg entfalten sich die vielfältigen Bezüge zwischen Daniel Spoerris künstlerischem Ansatz und den konsum- und gesellschaftskritischen Haltungen, die sich in der Sammlung finden. Künstler wie Dieter Roth oder Emmett Williams sind in den 1960ern und -70ern Weggefährten Spoerris; Gianfranco Baruchello, Öyvind Fahlström und Spoerri stellten 1962 gemeinsam mit den Nouveaux Réalistes erstmalig in New York aus. Materialästhetische und konzeptuelle Parallelen finden sich wiederum bei Mark Dion, Mariella Mosler, Pope.L, Thomas Grünfeld, Cosima von Bonin oder John Miller – etwa das für Spoerri typische Spiel mit Alltagsmaterialien, die Kritik am Werkbegriff und der ironische Umgang mit der Bedeutung von Autor*innenschaft. Die Werke der Sammlung Falckenberg spiegeln interdisziplinäre Verschränkungen mit Spoerris Kunst, die sich über nationale Grenzen hinweg über Fluxus, Nouveau Réalisme und Konzeptkunst hinweg bis in die Gegenwart entwickelt haben.

Ausstellung: Sammlung Falckenberg / Deichtorhallen Hamburg: noch bis zum 26. April 2026

Für weitere Auskünfte