Kandinsky Malewitsch Mondrian – Der weiße Abgrund Unendlichkeit

Kat. K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Ausstellungskatalog, hrsg. von Marion Ackermann, Isabelle Malz
Texte (dt./eng.) von Marion Ackermann, Linda Dalrymple Henderson, Ansgar Lorenz, Jessica Lunk & Nina Quabeck & Anne Skaliks, Margareta Tillberg, Louise Wijnberg & Meta Chavannes
296 S. mit 160 farbigen Abbildungen
Format 28 x 22 cm, Softcover mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-86442-081-8

78,00 €

Der weiße Abgrund Unendlichkeit!
KANDINSKY  MALEWITSCH  MONDRIAN

»Der weiße, freie Abgrund, die Unendlichkeit liegt vor uns« beschrieb Kasimir Malewitsch 1919 seinen Einsatz der Farbe Weiß als monochromem Bildgrund in der  »suprematistischen Malerei«, als Fläche vor der seine geometrischen Formen schwerelos zu schweben scheinen. Für Wassily Kandinsky war die gesetzte weiße  Fläche in seinen expressiven Abstraktionen die alles entscheidende Öffnung des Bildraums, durch welche die Komplexität der Welt synästhetisch widergespiegelt werden und so den Naturwissenschaften zeitgleich die Kunst zur Seite gestellt werden sollte. Piet Mondrian schließlich suchte in der Abbildung mathematischer Aufgabenstellungen nach universellen Harmonien hinter den sichtbaren Phänomenen. Seine Erprobungen der »Nichtfarbe Weiß« in einer Struktur schwarzer Linien zusammen mit farbigen Flächen bildet ein »neoplastisches System«, das frei von jeder Abbildfunktion in die Geschichte der Malerei eingegangen ist. Diesen drei Künstlern, die als die prominentesten Pioniere der Avantgarde wie der Abstraktion  im 20. Jahrhundert gelten, widmet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen nun anlässlich der Quadriennale 2014 mit ausgewählten Hauptwerken erstmals eine attraktive Zusammenschau zum vielschichtigen Thema der weißen Flächen, die das Buch minutiös nachzeichnet. Dabei wird die Frage der Materialität und Immaterialität der Farbe Weiß auch im Spiegel neuester Forschungsergebnisse aus der Restaurierung diskutiert. Das führt zu überraschenden Antworten, die separat nochmals Eingang finden. Sind also Kunst, Wissenschaft und Para-Religionen in der Farbe Weiß eine Verbindung zwischen physischer und metaphysischer Welt eingegangen, hat sie als Symbol einer zukünftigen Welt fungieren sollen?

Ausstellung:
K20 Kunsthalle Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 5/4–6/7/2014