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editado por Johannes von Jena
Conversación (alemán/inglés) de Max Dax con Ben de Biel y Johannes von Jena
256 p. con 120 ilustraciones a doble página. Ilust. en color
Formato 28 x 24 cm, tapa blanda
»Tanz mal drüber nach« oder »komm vorbei und lass Dich gehen« und »Dein Gehirn braucht dringend Urlaub«! So hieß es auf den Flyern des Ritter Butzke und das Resultat lautet natürlich »Von euphorisch bis erschöpft«. Aufgebaut hat das Ritter Butzke Johannes von Jena, nachdem er 2006 auf seiner Suche nach einer temporären Partylocation auf das leerstehende Fabrikgelände der Aqua Butzke Werke in der Ritterstraße in Kreuzberg gestoßen war. Der Club ist dann von Anfang 2007 bis 2009 illegal in Betrieb gewesen, von den Behörden geschlossen und 2010 wieder legal eröffnet worden. »Es war vermutlich der größte illegale Club der Welt«, so Johannes von Jena. In den 2010er-Jahren gilt »Berlin als die Stadt, in der die Partykultur des 21. Jahrhunderts neu erfunden wurde«, wie Max Dax in seinem Interview mit Johannes von Jena und Ben de Biel fethält. Von Ben de Biel stammen die Fotoserien des vorliegenden Bandes, er hat seit den Anfängen im Ritter Butzke fotografiert. Das war in den Clubs nicht nur verpönt, sondern eigentlich auch untersagt. Mit Ben de Biel aber, dem Betreiber des legendären Maria am Ostbahnhof, fotografierte hier jemand das Geschehen, der tief in dieser Szene verwurzelt war und den diese akzeptierte, zumal es allen Besucher*innen bewusst war, dass sie von ihm fotografiert wurden. In den 1990er-Jahren hatte er zunächst die Hausbesetzerszene in Friedrichshain fotografiert: »10 Jahre später meine nächtlichen Taxifahrten vom Club Maria nach Hause. Im Ritter Butzke habe ich dann angefangen, Partys selbst zu fotografieren, denn die Clubkultur war es ja gewesen, wegen der ich vor über 35 Jahren nach Berlin gegangen bin. Ich wusste zudem, dass niemand vor mir in diesem Umfang in Berliner Clubs fotografiert hatte, und ich hatte ich einen ganz persönlichen Zugang … Ich wusste, dass die Clubkultur ein wesentlicher Teil von Berlin ist.« Zur Ausstellung »Elegantly Wasted« im Urban Spree (14/11 – 20/12/25) schrieb denn auch Thomas Wochnick am 21/11/25 im TAGESSPIEGEL: »Steht man in der Ausstellung in der Galerie Urban Spree … schaut man grundsätzlich von außen in diese Welt hinein. Und man tut es, da es gar nicht anders geht, mit einem voyeuristischen Blick … Man spürt also einerseits, wie der eigene Blick zum Eindringling wird. Andererseits spürt man aber auch die Gelassenheit, mit der sich der Fotograf durch diese Welt bewegt, nicht als Fremdkörper, sondern als Teil der tanzenden Menschen. Keinem anderen Fotografen ist das je in vergleichbarer Weise gelungen.«

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